Sonntag, 30. November 2008
1. Advent: Bitte rettet Weihnachten!
1. Advent schon, Weihnachten steht vor der Tür: Aber wo? Ich kann's nicht sehen! Hallo? Wo ist der heiße Glühwein, auf dem Weihnachtsmarkt, bei Dunkelheit, mit kalten Füßen, die Kekse, Lebkuchen - Adventsstimmung? Hier nicht! Zum ersten Advent will ich kein Gongbao Chicken, keine Baozi, Reis oder sonst irgendwas mit 243 Gewürzen, wir wollen gewohnt Weihnachtliches!
Leider fehlt uns der Backofen zum Kekse backen und die Lambertz Keksesammlung habe ich auch noch nicht gefunden - ein Trauerfall. Zur Desinologierung und Resozialisierung hungernder deutscher Studenten im "Kein-Weihnachtsgebäck-Paradies" Peking, bitten wir um Eure Hilfe und Unterstützung! Der SOS Spendenaufruf.
Wer uns unterstützt und für ein wenig weihnachtliche Stimmung in unserem kalten Wohnheim schafft, dem sei ausdrücklich gedankt! Kekse, Kuchen, wir würden sogar Weihnachtsschmuck aufhängen und "jingle bells" live vor der Kamera performen, soweit ist es schon gekommen. Außerdem winkt ein exklusiver Eintrag auf der Weihnachts-Gedenktafel auf unserem Blog.
Digitale Unterstützung bitte an unsere Email Adressen, alles Andere empfangen wir unter folgender Adresse:
Pekinger Weihnachtsstimmung wird regelmäßig dokumentiert werden, zur eigenen Sicherheit bitte hinsetzen und schonmal die Taschentücher parat halten, es wird traurig.
Herzlicher Dank
Eingestellt von
Stefan
um
16:40
Freitag, 28. November 2008
Für die Pause...
Warum gerade so wenig von uns zu lesen ist? Nachdem ich ca. 3-4 Tage an allen Fotos aus dem Urlaub gearbeitet habe, die Hausaufgaben für diverse Fächer nachmachten musste, Chinesischvokabeln in meinen Kopf ballern durfte und noch immer Schallwellen verkitschter Folks- und Popmusik aus den letzten 20 Jahren chinesischer KTV Kultur in meinem Kopf für Schmerzen sorgen, fehlt grad DIE MOTIVATION für die nächsten Blogeinträge: Peking, Mauer (ChangCheng die Zweite), Shanghai, Guilin & Yanghuo (Hello, Bamboo!).
Insofern ein "kleines Panorama" aus Yangshuo vorab: Nebel, leichter Regen, diesige Sicht, Felder, Felder, Felder ... Die wohl bisher schönste Fahrradtour meines Lebens führte vorbei an Mandarinen-, Pomelo- und Orangenhainen, Erdnussfeldern und abgeernteten Reisfeldern, entlang schmaler Pfade auf denen einem gezwungener Maßen das Wort "Trittsicherheit" immer wieder vor den Augen schwebt - spätestens, wenn man schon wieder aus Versehen mit den Dornenbüschen am Wegesrand kuschelte. Eines noch: Ja, Reis baut man tatsächlich in Sumpfgebieten an, zumindest sagte mir das mein Fuß nach unfreiwilligem Abstieg abseits der Pfade.
Insofern ein "kleines Panorama" aus Yangshuo vorab: Nebel, leichter Regen, diesige Sicht, Felder, Felder, Felder ... Die wohl bisher schönste Fahrradtour meines Lebens führte vorbei an Mandarinen-, Pomelo- und Orangenhainen, Erdnussfeldern und abgeernteten Reisfeldern, entlang schmaler Pfade auf denen einem gezwungener Maßen das Wort "Trittsicherheit" immer wieder vor den Augen schwebt - spätestens, wenn man schon wieder aus Versehen mit den Dornenbüschen am Wegesrand kuschelte. Eines noch: Ja, Reis baut man tatsächlich in Sumpfgebieten an, zumindest sagte mir das mein Fuß nach unfreiwilligem Abstieg abseits der Pfade.
Reisfelder im Spätherbst, Yangshuo
PS: KTV ist Karaoke, und für Chinesen: Volkssport, Zeitvertreib, Kulturerbe, Liebe, Ventil... man weiß es nicht. Und ja, es ist lustig! Dazu die Tage noch ein eigener Eintrag von unserem ersten KTV Beusch vergangener Woche
Eingestellt von
Stefan
um
16:17
Mittwoch, 26. November 2008
Namen - Ein Wirrwarr
Auf der Reise nach Seoul ist mir mal wieder eines aufgefallen: Diese Sache mit den Namen hier in Asien ist ein einziges Tohuwabohu. Wie ich weiter unten schon einmal berichtet hatte, mussten wir uns einen chinesischen Namen geben lassen. Das gleiche gilt natürlich auch für alle Koreaner und sonstigen Asiaten, die hier aufschlagen.
Bei denen ergibt sich dann folgendes: 1. Haben sie ihren koreanischen Namen. 2. einen chinesischen. 3. und natürlich braucht man als international interessierter Asiate auch einen englischen. 3 Vornamen, das erzeugt definitiv Verwirrung. Als wir in Seoul waren, hat uns ein sehr nettes Mädel, das Paul mal über 1.735.000 Ecken kennengelernt hat, die meiste Zeit begleitet. Sie hieß Daian (in etwa) auf koreanisch. Duoing auf chinesisch. Und Karen auf Englisch. Aaah. Selbst nach 4 Tagen hab ich sie immer noch falsch angesprochen - äußerst unangenehm :). Man sollte sich eigentlich angewöhnen, was die hier schon freudig praktizieren: Einfach 10 mal nachfragen.
Bei denen ergibt sich dann folgendes: 1. Haben sie ihren koreanischen Namen. 2. einen chinesischen. 3. und natürlich braucht man als international interessierter Asiate auch einen englischen. 3 Vornamen, das erzeugt definitiv Verwirrung. Als wir in Seoul waren, hat uns ein sehr nettes Mädel, das Paul mal über 1.735.000 Ecken kennengelernt hat, die meiste Zeit begleitet. Sie hieß Daian (in etwa) auf koreanisch. Duoing auf chinesisch. Und Karen auf Englisch. Aaah. Selbst nach 4 Tagen hab ich sie immer noch falsch angesprochen - äußerst unangenehm :). Man sollte sich eigentlich angewöhnen, was die hier schon freudig praktizieren: Einfach 10 mal nachfragen.
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Jörn
um
08:01
Montag, 24. November 2008
4 Tage Seoul (Shǒu'ěr) - Teil 1
"Wenn du die Backen aufbläst und so tust als ob du den Mund voll hast, lassen die dich vielleicht in Ruhe," flüstert mir Heiko von hinten zu. Ich reagiere nicht schnell genug - als ich mich wieder nach vorne drehe blicke ich erneut in das runzelige Gesicht einer Koreanischen Hausfrau, die mir mit breitem Grinsen eine Rolle Kohl, getränkt in roter Chilipaste, in den Mund stopft. Dabei bewegt sie, wie alle 10.000 Gleichgesinnten, ihre Hüften zum koreanischen Äquivalent von Apres-Ski Musik.
"Keine Chance, denen entkommst du nicht", zischt mir Sven von vorne zwischen zwei Kohlrollen heraus zu. Mein Magen meldet sich nach der fünften oder sechsten Rolle bedenklich zu Wort. Doch keine Gnade, auch die nächste Frau drückt mir wieder ein "Röllchen" ins Gesicht. Kurzfristig bekomme Panik, das Schicksal könnte ein Ende durch Kimchi-Überdosis unter der Todesmelodie grausamer koreanischer Technomusik für mich vorgesehen haben. Doch dann ist das Ende in Sicht - der Rand der durchgeknallten Menge wird markiert durch Henning und Johannes die gerade von einer asiatischen Reuters Journalistin interviewt werden. Wie so oft hier in den letzten Monaten kam mir in dem Moment der Gedanke: "Wo zum Teufel bist du hier schon wieder gelandet??"
Folgendes Video (welches mal wieder nur über VPN zu sehen ist) gibt euch und mir die Antwort:
Henning macht wie immer eine gute Figur :)
"Keine Chance, denen entkommst du nicht", zischt mir Sven von vorne zwischen zwei Kohlrollen heraus zu. Mein Magen meldet sich nach der fünften oder sechsten Rolle bedenklich zu Wort. Doch keine Gnade, auch die nächste Frau drückt mir wieder ein "Röllchen" ins Gesicht. Kurzfristig bekomme Panik, das Schicksal könnte ein Ende durch Kimchi-Überdosis unter der Todesmelodie grausamer koreanischer Technomusik für mich vorgesehen haben. Doch dann ist das Ende in Sicht - der Rand der durchgeknallten Menge wird markiert durch Henning und Johannes die gerade von einer asiatischen Reuters Journalistin interviewt werden. Wie so oft hier in den letzten Monaten kam mir in dem Moment der Gedanke: "Wo zum Teufel bist du hier schon wieder gelandet??"
Folgendes Video (welches mal wieder nur über VPN zu sehen ist) gibt euch und mir die Antwort:
Henning macht wie immer eine gute Figur :)
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Jörn
um
13:22
Sonntag, 23. November 2008
Zurück im ruhigen Peking
Wir sind wieder gut in Peking angekommen und lassen es uns jetzt die letzten paar Stunden nochmal richtig gut gehen. Da ich die kommenden Tage erstmal genug mit Uni, Chinesisch, Kram... der letzten Wochen zu tun haben werde und erst noch Fotos aufarbeiten muss, werden die Berichte wohl noch etwas warten müssen. Das wars wohl für dieses Jahr aufs Erste mit Urlaub, Reisen, unterwegs sein - jetzt heißt es wieder:
Eingestellt von
Stefan
um
16:40
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