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Samstag, 22. August 2009
Bao Zi - Zurück in China!
Ach, irgendwie fühlt es sich an wie zuhause. Es gibt zwar kein tolles Brot mehr wie in Vietnam, aber dafür Baozi. Was das ist? Gedämpfte Teigtaschen mit Hackfleisch- und Kräuterfüllung. Simpel, aber gut und in China nahezu überall erhältlich. Das gute daran: sie werden immer frisch gemacht, da Personal hier bekanntlich nahezu nichts kostet. Während vorne die Bambus-Körbe über der Dampfmaschine stehen, sind im hinteren Teil des Ladens junge Frauen damit beschäftigt in Rekordzeit neue Teigtaschen nachzuliefern!
Eingestellt von
Jörn
um
17:45
Freitag, 21. August 2009
On the rails again (and in the news...)
Am 27. 09.2008 trieb mich meine erste Reise in China ins ferne Xi'an - die Tonkrieger, das muslimische Viertel und der Hua Shan sollten auf dem Plan stehen. Mittlerweile bin ich fast ein Jahr hier - und die Zeit neigt sich zu Ende.
Erinnerung an den ersten Trip - das Fotoalbum zu Hua Shan von Daniel
Der letzte Trip in China, bevor es am 27.08. nach Busan in Korea zu Alice und am 09.09.2009 nach 1 Jahr und 2 Tagen zurück nach Deutschland geht, hat mich wieder nach Xi'an geführt. Und welch Wunder: wir konnten nicht wiederstehen und so sind Paul und ich wieder rauf, auf den Hua Shan.
Und so wird mich in weniger als 2 Stunden auch die letzte Zugfahrt des China-Aufenthaltes an den Anfang erinnern: Hard-Seater von Xi'an nach Beijing, nachdem wir die damals erste Fahrt nach Xi'an ebenfalls auf diese (unbequeme) Weise erleben mussten. Es ist komisch zu wissen, dass alles bald vorbei ist. Aber egal, es war geil hier und ich freu mich auf jeden Tag, den ich noch in diesem Land sein darf!!!! (Das waren übrigens die ersten mehrfachen ! in diesem Blog :) )
Apropos Zeit, die verfliegt: wer interessiert ist an ein paar Informationen aus meiner ersten Hand, der lese die neue Zeit Campus zum Thema China. Der Reporter war in Peking und hat mich ein paar mal getroffen. Was dabei rausgekommen ist, könnt ihr in der neuen Ausgabe 05/2009 lesen:
Link.
Erinnerung an den ersten Trip - das Fotoalbum zu Hua Shan von DanielDer letzte Trip in China, bevor es am 27.08. nach Busan in Korea zu Alice und am 09.09.2009 nach 1 Jahr und 2 Tagen zurück nach Deutschland geht, hat mich wieder nach Xi'an geführt. Und welch Wunder: wir konnten nicht wiederstehen und so sind Paul und ich wieder rauf, auf den Hua Shan.
Und so wird mich in weniger als 2 Stunden auch die letzte Zugfahrt des China-Aufenthaltes an den Anfang erinnern: Hard-Seater von Xi'an nach Beijing, nachdem wir die damals erste Fahrt nach Xi'an ebenfalls auf diese (unbequeme) Weise erleben mussten. Es ist komisch zu wissen, dass alles bald vorbei ist. Aber egal, es war geil hier und ich freu mich auf jeden Tag, den ich noch in diesem Land sein darf!!!! (Das waren übrigens die ersten mehrfachen ! in diesem Blog :) )
Apropos Zeit, die verfliegt: wer interessiert ist an ein paar Informationen aus meiner ersten Hand, der lese die neue Zeit Campus zum Thema China. Der Reporter war in Peking und hat mich ein paar mal getroffen. Was dabei rausgekommen ist, könnt ihr in der neuen Ausgabe 05/2009 lesen:
Link.
Eingestellt von
Jörn
um
18:00
Mittwoch, 8. April 2009
Xi'an - Revisited
"Rate mal wo ich bin - schon wieder bei den Scherbenhaufen!"
Ungefähr so verriet mir unser Foto- und Latexprofi Guido seinen Aufenthalt, irgendwann in den großen Ferien. An der Terrakotta-Armee scheiden sich die Touristen-Geister. Entweder man findet sie interessant, oder völlig ätzend. Die Terrakottakrieger (und -pferde) sind Teil einer ziemlich gigantischen Grabbeigabe für den ersten chinesischen Kaiser Qin Shishuangdi.
Die Entdeckung der Anlage geschah rein zufällig im März 1974, als chinesische Bauern aus dem Dorf Xiyang versuchten, einen Brunnen zu bohren, um die Trockenheit zu bekämpfen. Am 29. März stießen sie auf eine harte, verbrannte Erdschicht. Bei einer Tiefe von vier Metern kamen Tonstücke zutage, darauf folgten ein mit Ziegelsteinen ausgelegter Boden, ein bronzener Armbrustmechanismus und bronzene Pfeilspitzen.
Die Nachricht verbreitete sich bis in die Kreisstadt Lintong. Der für den Schutz alter Kulturgegenstände zuständige Beamte Zhao Kangmin reiste mit Sachverständigen an die Fundstelle und nach diversen Untersuchungen der teilweise zerbrochenen, lebensgroßen Figuren wurde festgestellt, dass es sich um wertvolle Fundstücke aus der Qin-Zeit handelte. Die Figuren wurden ins Kulturhaus des Kreises Lintong gebracht und dort restauriert, die Information über diesen Fund wurde unter Verschluss gehalten.
Ein Xinhua-Journalist erfuhr jedoch von den Funden und schrieb einen Bericht darüber, durch den die Neuigkeit der Bevölkerung Chinas bekannt wurde. Einige Monate später zog eine archäologische Gruppe zu dem Gebiet der Grabanlage und begann mit einer genauen Untersuchung. Im Zuge dieser Untersuchungen wurde in der Grabanlage des Kaisers eine Tonarmee mit tausenden Figuren unter dem Boden entdeckt.
Bis heute ist erst etwa ein Viertel der gesamten Anlage komplett freigelegt. Der Grabhügel selber ist noch unangetastet.
(Quelle: Wikipedia)
Das Schicksal der restlichen Anlage ist noch unklar. Es gibt noch keine Pläne, wann die andern Kammern geöffnet werden sollen. Der Bauer jedenfalls sitzt jetzt am Eingang der Anlage und unterschreibt Bildbände - dafür brachte man ihm extra das Schreiben bei.
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| Von Xi'an - Muslimisches Viertel |
Der Scherbenhaufen, wie ihn Guido so stiefmütterlich bezeichnet, war jedoch für mich nicht der Grund nach Xi'an zurückzukehren. Die Stadt hat mit dem dampfenden muslimischen Viertel voller Speisen und der schönen Stadtmauer, dem Hua Shan sowie dem vll schönsten Hostel Chinas noch wesentlich mehr zu bieten.
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| Von Shuyuan Hostel - Xi'an |
Obwohl ich schon mal da war, habe ich keine Sekunde bereut wieder zurückgekehrt zu sein. Das meine Bekannte Jiajia uns dann noch die bisher nicht auffindbare alte Moschee, einen schönen daoistischen Tempel sowie die örtlichen Hotpot-Gepflogenheiten zeigte, rundete den Aufenthalt wunderbar ab.
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| Von Xi'an |
Eingestellt von
Jörn
um
16:31
Mittwoch, 1. April 2009
Xi'an - Schattenseiten
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| Von Xi'an - Leben im Dreck |
Das die zunehmende Liberalisierung des Arbeitsmarktes hier durchaus auch negative Seiten hat, konnten wir in Xi'an bei der Fahrradtour über die Stadtmauer beobachten. Dort waren ganze Viertel zu sehen, die anscheinend der Stadtplanung zum Opfer fallen sollen. Diese werden, so wurde ich von einer Bekannten aus Xi'an aufgeklärt, von Wanderarbeitern abgerissen. Aus praktikablen Gründen wohnen sie in einzelnen Häusern, die stehen gelassen werden um Unterkunft und Schutz zu bieten. Was für ein Leben diese Wanderarbeiter führen (die kommen mit Kind und Kegel anscheinend), lässt sich auf den Fotos hier sehen. Ziemlich erschreckend.
Eingestellt von
Jörn
um
06:40
Sonntag, 12. Oktober 2008
Xi'an
Erstes Ziel unserer Reise während der Nationalferien war Xian. Da uns leider etwas zu spät um ein Zugticket nach Xian bemüht hatten, bekamen wir für diese 13h Zugfahrt keine Sleeper-Tickets mehr - wir durften sitzen. Das war lustig, bis wir schlafen wollten. Mit unbequemen Sitzpositionen kann man sich bekanntlich arrangieren, nicht jedoch mit einer übereifrigen Klimaanlage über unseren Köpfen! Ein 10° C Temperaturgefälle auf der Länge eines Wagons spürt man besonders dann, wenn man bei 13° C Raumtemperatur und voller Lüftungsleistung schlafen möchte...

Muslim Quarter, Markt

Drumtower
Am nächsten Morgen konnten wir direkt unser Zimmer im Hostel beziehen. Direkt an der südlichen Stadtmauer gelegen, ist es eines der schönsten Hostels, die ich je gesehen habe. Dreistöckig, über drei Innenhöfe verteilt und schön dekoriert fühlte es sicht irgendwie traditionell chinesisch an. Nicht nur die offene Gestaltung und der gute Zustand der Anlage machten dieses Hostel so besonders, es war vor allem der wahnsinnig gute Kaffee, der einem serviert wurde. Hut ab!
Die erste Tour in Xian führte uns, wie hätte es anders sein können, zu der Terracotta Armee. Trotz der stark touristischen Auslegung noch immer Sehenswert. Erst die Geschichten hinter Qín Shǐhuángdì und seinem Mausuleum machen die Ausstellung allerdings wirklich interessant. Wer einmal in Xian ist, sollte sich diese Ausstellung auf keinen Fall entgehen lassen. [Für Hintergrundinformationen]
Tagsüber sind wir mit Tandemrädern über die etwa 15km lange und enorm breite Stadtmauer Xians gefahren oder haben uns in den Straßen der Stadt den Bauch vollgeschlagen. Xi'an ist übrigens wieder ein Beispiel für die Formel:
Die erste Tour in Xian führte uns, wie hätte es anders sein können, zu der Terracotta Armee. Trotz der stark touristischen Auslegung noch immer Sehenswert. Erst die Geschichten hinter Qín Shǐhuángdì und seinem Mausuleum machen die Ausstellung allerdings wirklich interessant. Wer einmal in Xian ist, sollte sich diese Ausstellung auf keinen Fall entgehen lassen. [Für Hintergrundinformationen]
Tagsüber sind wir mit Tandemrädern über die etwa 15km lange und enorm breite Stadtmauer Xians gefahren oder haben uns in den Straßen der Stadt den Bauch vollgeschlagen. Xi'an ist übrigens wieder ein Beispiel für die Formel:
7 Mio. Einwohner + Stadtmauer = gemütlich & überschaubar.
Muslim Quarter, Markt
Auf dem Markt im Muslim Quarter im Westen der Stadt gibt es auch in Xian abwechslungsreiches Essen, frisch zubereitet. Um den Magen zu schonen würde ich allerdings auch hier von Gemüse & Salat von Straßenständen abraten - so gut es schmeckt. Die imposant beleuchteten Wahrzeichen der Stadt (Drum- & Belltower, Pagode etc.) verbreiten bei Dunkelheit eine tolle Stimmung.
Drumtower
Am letzten Abend in Xi'an war ich mit Uli & Micha bei der "Big Goose Pagoda" im Süden der Stadt. Vor der Pagode wurden auf einer riesigen Fläche Fontänen im Boden installiert und zweimal täglich gibt es eine Musik-Fontänen Show. Toll beleuchtet und gut besucht.
Pagode
An Jörns Geburtstag hat es uns in den 1+1 Club verschlagen. Ich glaube Jens hat die Chinesische Club-Szene bereits gut erfassen können und präzise formuliert:
Xi'an war für uns Ausgangspunkt für die Reise zum Hua Shan und von Xian aus ging es über Zhengzhou weiter nach Gouliang.
Ansonsten gibt es auch in Xi'An das gleiche Clubrepertoire wie in jeder mittleren chinesischen Stadt: Eine Babyface-Filiale, 2-3 "alternative" Clubs und sicherlich auch eine Disse mit Wippfußboden!Zwar gab es diesmal keinen Wippfußboden, dafür auf einer riesigen Fläche eine dreistöckige Bar, ein Poolgelände, sehr laute Musik und gemischt, interessant abzappelnde Gäste!
Xi'an war für uns Ausgangspunkt für die Reise zum Hua Shan und von Xian aus ging es über Zhengzhou weiter nach Gouliang.
Eingestellt von
Stefan
um
14:07
Sonntag, 5. Oktober 2008
Hua Shan - 5000 Stufen auf das Dach der Welt
Leise pfeift der kalte Wind um meine Ohren. Weiter höre ich nichts. Fast nichts, lediglich das leichte Schnaufen der 8 anderen und das Stapfen der Stiefel auf die Stufen aus Stein. Treppen, nichts als Treppen und Nebel. Schon seit 4 Stunden steigen wir den Hua Shan hinauf, den heiligen Berg der Daoisten. Großartige Aussichten, atemberaubende Abgründe und Treppen steil wie Leitern hatte man uns angekündigt. Tausende chinesische Touristen hatten wir erwartet - bereit, die mystischen Dimensionen der Landschaft in sich aufzusaugen. Doch was finden wir vor? Einen Aufstieg durch dichte Wolken und nasskalten Regen. Wir sehen nichts - und das bei irritierender Stille und Einsamkeit. National Holiday? Massenhype? Auf jeden Fall nicht hier. Ermüdung und frustrierte Entäuschung macht sich in der Gruppe breit. Es dämmert bereits als uns die einzigen chinesischen Begleiter eröffnen, dass es wohl oben keine Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Die Stimmung droht zu kippen. Es ist der zweite Tag unserer Reise, nachdem wir am Vortag Xi'an erkundeten. Haben wir uns dafür die 2 Stunden aus der Stadt und die 5000 (!) Stufen den Berg hinauf geschleppt? Ich bekomme langsam ein schlechtes Gewissen, weil ich das Ziel vorgeschlagen und als brilliant angepriesen hatte. Noch 20 Stufen sind es bis zur nächsten kleinen Plattform. Keiner ist mehr richtig motiviert, denn was will man mit einer weiteren Ausicht ins Nichts? Doch wie so oft kommt es anders.
In dem Moment, wo Johannes, Daniel und ich als erste die Plattform erreichen, reißt die Wolkensuppe schlagartig auf. Uns präsentiert sich ein umwerfender Anblick. Wir blicken von oben auf die Gipfel der Qinling Bergkette und die Wolkendecke über der südlichen Sha'anxi Provinz. Über die Gipfel sind verstreut einzelne kleine chinesische Klosterdächer zu sehen, die dem Anblick einen mystischen Hauch verleihen. Die Sonne ist im Begriff unterzugehen, der Himmel färbt sich in prächtigen Farben. Der Anblick entschädigt für alle Strapazen - aus Entäuschung wird adrenalingetränkte Euphorie.
Und wie es der Zufall so will, gehört die Terasse zu einem kleinen Hostel, in dem wir einen kalt-klammen, aber netten Unterschlupf finden. Im Hostel findet später noch eine kleine Fön-Party statt :). Dazu gesellen sich nicht nur 9 nasse Wanderer, sondern spontan auch noch die Bediensteten des Hauses um sich die frisch gewaschenen Haare mit unseren mitgebrachten Fönen zu trocknen.
Am nächsten Morgen brechen wir um 5 Uhr im Dunkeln auf, um den östlichen Gipfel zu erlkimmen. Die Stimmung unter den Besuchern ist freundlich und fast familiär - wir treffen die Leute aus dem Bus aus Xi'an mindestens ein Dutzend mal wieder. Oben auf dem Gipfel ist es noch immer Dunkel, nur schemenhaft kann man die Umgebung erkennen. Es herrscht gespannte Vorfreude unter den paar Dutzend Neugierigen. Mit dem Licht kommt langsam die Gewissheit: Die Sicht ist gut! Man erkennt in der Dämmerung einen unglaublichen Ausblick auf viele Kilometer aus Bergen zwischen denen sich eine Wolkendecke watteähnlich ausgebreitet hat. Wir befinden uns auf einer überhängenden Klippe, die 500 Meter senkrecht in die Wolkendecke hinabfällt. Mir kommt in diesem Moment der Gedanke, dass man diesem Ort auch wohl den Namen "Dach der Welt" verleihen könnte. (Ironischerweise wird so ja Tibet bezeichnet, unser ursprüngliches Ziel der Reise...) Guido gelingt es mit seiner Kamera, 2 Eindrücke dieses Anblickes aufzunehmen.
Doch das Schicksal war uns nicht Freund in diesem Moment: Mit dem Sonnenaufgang ziehen Wolken auf den Ostgipfel. Wir sitzen komplett in der Suppe! Das bleibt leider auch so - zwar war die Stimmung immer noch gut, aber ein bisschen wehmütig sind dennoch alle, als es wieder runterging.
Auf dem Rückweg werden wir dann noch Teil der Traditionen, welche die chinesische Bevölkerung mit dem Berg verbindet. Wir haben uns auf dem Hinweg kleine Vorhängeschlösser mit roten Bändern gekauft. Diese haben wir graviert (ich habs machen lassen...) und hängen sie nun an den jeweils vorgesehen Ort um Reichtum oder Liebesglück zu erlangen :). Die riesigen Mengen von Schlössern und roten Bändern tauchen lange Stücke des Weges in ein sehr intensives Rot.
Auch wenn es sich so anhört, wirkt das Ganze irgendwie authentisch. Weiterhin ist es hier üblich, dass sich wichtige chinesische Persönlichkeiten mit Schriftzeichen in die Felswände verewigen, und das schon seit Jahrhunderten. Irgendwie toll, wie hier Traditionen gelebt werden.
Als wir weiter unten sind, klart es langsam auf und das Wetter wird schön. Prompt kommen uns auch Ströme chinesischer Touristen entgegen. Wer jetzt meint, das sich hier nur sportliche Männer hochwagen, wird schleunigst eines besseren belehrt. Egal ob jung oder alt, Frau oder Mann, ganz egal. Ich komme mir in dem Moment ziemlich feige vor: Bei der 1000-Steps-Treppe am Vortag ging mir ganz schön die Sause...und jetzt kommen mir da walnußgesichtige Damen entgegen, die den gleichen Weg gegangen sein müssen. Ich hab mich getröstet und gedacht: Die Chinesen haben irgendwie ein anderes Gefühl zu Treppen steigen und vor allem zur Höhe. Während wir uns auf dem letzten schweren Stück Aufstieg sogar auf der leichten Variante, der 6-8m steilen Leiter mit anschließendem Überhang, ziemlich ängstigten, schwang sich neben uns ein kleines Mädchen in Sportschuhen die senkrechte Wand hinauf, einzig gesichert durch den galanten Griff in die Maschen einer rostigen Eisenkette.
Ein bisschen Meschugge von der ganzen Rumkletterei nehmen Guido, Johannes, Flo, Ulli und ich den leichten "Abstieg" mit der (österreichischen) Bergbahn, während sich Stefan, Daniel und Micha todesmutig den höllisch steilen "Soldier's Path" hinunterwagen.
Jetzt kommen noch ein paar Schnappschüsse und Panorama-Aufnahmen:
(Zum Vergrößern draufklicken)
In dem Moment, wo Johannes, Daniel und ich als erste die Plattform erreichen, reißt die Wolkensuppe schlagartig auf. Uns präsentiert sich ein umwerfender Anblick. Wir blicken von oben auf die Gipfel der Qinling Bergkette und die Wolkendecke über der südlichen Sha'anxi Provinz. Über die Gipfel sind verstreut einzelne kleine chinesische Klosterdächer zu sehen, die dem Anblick einen mystischen Hauch verleihen. Die Sonne ist im Begriff unterzugehen, der Himmel färbt sich in prächtigen Farben. Der Anblick entschädigt für alle Strapazen - aus Entäuschung wird adrenalingetränkte Euphorie.
Doch das Schicksal war uns nicht Freund in diesem Moment: Mit dem Sonnenaufgang ziehen Wolken auf den Ostgipfel. Wir sitzen komplett in der Suppe! Das bleibt leider auch so - zwar war die Stimmung immer noch gut, aber ein bisschen wehmütig sind dennoch alle, als es wieder runterging.
Auf dem Rückweg werden wir dann noch Teil der Traditionen, welche die chinesische Bevölkerung mit dem Berg verbindet. Wir haben uns auf dem Hinweg kleine Vorhängeschlösser mit roten Bändern gekauft. Diese haben wir graviert (ich habs machen lassen...) und hängen sie nun an den jeweils vorgesehen Ort um Reichtum oder Liebesglück zu erlangen :). Die riesigen Mengen von Schlössern und roten Bändern tauchen lange Stücke des Weges in ein sehr intensives Rot.
Als wir weiter unten sind, klart es langsam auf und das Wetter wird schön. Prompt kommen uns auch Ströme chinesischer Touristen entgegen. Wer jetzt meint, das sich hier nur sportliche Männer hochwagen, wird schleunigst eines besseren belehrt. Egal ob jung oder alt, Frau oder Mann, ganz egal. Ich komme mir in dem Moment ziemlich feige vor: Bei der 1000-Steps-Treppe am Vortag ging mir ganz schön die Sause...und jetzt kommen mir da walnußgesichtige Damen entgegen, die den gleichen Weg gegangen sein müssen. Ich hab mich getröstet und gedacht: Die Chinesen haben irgendwie ein anderes Gefühl zu Treppen steigen und vor allem zur Höhe. Während wir uns auf dem letzten schweren Stück Aufstieg sogar auf der leichten Variante, der 6-8m steilen Leiter mit anschließendem Überhang, ziemlich ängstigten, schwang sich neben uns ein kleines Mädchen in Sportschuhen die senkrechte Wand hinauf, einzig gesichert durch den galanten Griff in die Maschen einer rostigen Eisenkette.
Ein bisschen Meschugge von der ganzen Rumkletterei nehmen Guido, Johannes, Flo, Ulli und ich den leichten "Abstieg" mit der (österreichischen) Bergbahn, während sich Stefan, Daniel und Micha todesmutig den höllisch steilen "Soldier's Path" hinunterwagen.
Jetzt kommen noch ein paar Schnappschüsse und Panorama-Aufnahmen:
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Jörn
um
14:30
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